Neue Arbeitszeitmodelle - Eine Perspektive für berufstätige Frauen in Naturwissenschaft und Technik?

(Berlin, Herbst 98)

Das Thema "Arbeit" beschäftigt derzeit die ganze Gesellschaft. Viele von uns kennen die Extreme: entweder gar keine existenzsichernde Arbeit zu haben, oder einen Arbeitsplatz, wo frau soviel arbeiten muß, daß sie zu nichts anderem mehr kommt. Liegt da nicht eine gesellschaftliche Umverteilung von bezahlter Arbeit nahe? In der Presse werden zunehmend verschiedene Modelle auf gesellschaftlicher oder betrieblicher Ebene diskutiert, viele von uns haben bereits ihre Arbeitszeit reduziert - mit den derzeit damit verbundenen Folgen wie mangelnde Altersversorgung, mangelnde Aufstiegschancen etc. Als Frauen, die in stark männlich dominierten Bereichen arbeiten, werden wir immer wieder auch mit den vorherrschenden Auffassung von Arbeit (ständige Verfügbarkeit, beinahe unendliche Bereitschaft zu Überstunden...) konfrontiert.

Auf dieser Tagung wollen wir uns mit den verschiedenen Möglichkeiten zur Umverteilung von Arbeit und ihren Folgen auseinandersetzen. Dabei sollen verschiedene derzeit diskutierte Modelle vorgestellt und diskutiert werden. Werden die Modelle unseren Ansprüchen und Erfordernissen gerecht? Wie müßte die Umverteilung ausgestaltet werden, um nicht einseitig zu Lasten von Frauen zu gehen? Wie wollen wir gerne arbeiten und was haben wir schon erreicht von unserer Utopie?

Tagungsprogramm:

Samstag, 28. November 1998

9.30 - 12.30

  1. Begrüßung der Teilnehmerinnen und Organisatorisches
  2. Eröffnungsvortrag: Arbeitsbegriff - Ab- und Eingrenzung des Themas
  3. Arbeitsumverteilung: Analyse der Ist-Situation
    Referat von Dr. Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin, Bonn (Teil 1)
  4. Eine künstlerische Überraschung
  5. 12.30 - 14.00 Uhr Mittagspause

  6. Utopien zur Erwerbsarbeit und Erfahrungsaustausch

3. Modelle zur Umverteilung von Arbeit

  1. Spezielle Situation berufstätiger Frauen in Naturwissenschaft und Technik
  2. Beruftstätig in Naturwissenschaft und Technik sein bedeutet oft hohe Anforderungen an räumliche, zeitliche und persönliche Flexibilität. Welche Erfahrungen haben wir damit gemacht und wie gehen wir damit um?

  3. Gemeinsame Forderungen von NUT

Zusammenführung der Ergebnisse und Diskussion über mögliche Positionen von NUT zum Thema